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Meine Meinung

 

Die Öffentlichkeit ist – darin nur vergleichbar ihrem primären Medium, der Sprache – das verallgemeinerte gesellschaftliche Bewusstsein. Wie man die gleiche Sprache sprechen muss, um sich unterhalten zu können, so muss man sich auch veröffentlichen, den eigenen Ansichten eine öffentliche Form geben, um allgemein anerkannt werden zu können. Zumindest wenn man nicht, mit allen daraus folgenden Konsequenzen, gesellschaftlich exkommuniziert werden will.


Die öffentliche Form der eigenen Ansichten ist die 'Meinung'. Jeder Einzelne muss im 'öffentlichen Raum' eine austauschbare 'Meinung' haben, d.h. an sich selbst die Abstraktion von seinen eigenen bestimmten Ansichten und den mit ihnen verbundenen Bedürfnissen und Interessen schon vollzogen haben. Meine 'Meinung' ist dann nur noch der formale Gegensatz zur 'Meinung' des anderen.


Die einzige Möglichkeit mit seiner 'Meinung' von dem anderen als dem Vertreter der 'öffentlichen Meinung, anerkannt zu werden, ist es, für eben jenen anderen selbst zum Vertreter der 'öffentlichen Meinung' zu werden.


Die 'Meinung' des anderen als abweichend von der 'öffentlichen Meinung' auszuweisen und sich mit der 'öffentlichen Meinung' zu identifizieren ist ein und dasselbe. Der Ausweis geschieht durch die einfache Feststellung, dass es schließlich „nur seine Meinung“ ist, die der andere vertritt, während man selbst unausgesprochen durch eben diese Feststellung die 'öffentliche Meinung' vertritt.


Im Meinungsaustausch heben sich die Meinungen also wechselseitig auf und bilden gerade so die 'öffentliche Meinung' als ihren eigenen Gegensatz.

 

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Dutschkismus: Interesse an Lesekreisbewegung

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Die Grundlage der Diskussion bilden die Überlegungen zur Frage "Gemeinsam Lesen und Diskutieren?" sowie der Text "Das freie Wort - Streitkultur in der Lesekreisbewegung"