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Walter Gerd Neumann: Paket 6

  • Philosophie und Praxis. Karl Korschs »Marxismus und Philosophie«. 84 S., DIN A5, Pb.

    Die Forderung von Karl Korsch, den Marxismus auf seine eigenen Gestalten anzuwenden, um seinen historisch gebundenen Charakter als Theorie zu überschreiten, erfordert heute ein »Denken wie Marx«, durch das die heutige aufzuhebende Realität allererst angeeignet, statt bloß aus dem Marxschen Werk abgeleitet wird. Das gilt insbesondere für das Verhältnis von Philosophie und Praxis, das das zentrale Thema von Korschs Marxismusrezeption ist, die in ihrer Einmaligkeit nur Lukacs »Geschichte und Klassenbewusstsein« zur Seite hat. Die Untersuchung richtet sich deshalb u.a. darauf, was heute am Marxismus noch dran ist, was er für die wissenschaftliche Arbeit bedeuten kann und was seine Authentizität ist.

  • Der heilige Lukacs. »Geschichte und Klassenbewusstsein« heute. 100 S., DIN A5, Pb.

    J. Habermas hat »Geschichte und Klassenbewusstsein« von G. Lukacs neben »Sein und Zeit«(Heidegger) und Wittgensteins »Tractatus logico-philosophicus« als eine der wichtigsten Schriften der 20er Jahre in deutscher Sprache bezeichnet. Heute machen die demokratischen Revolutionen in Mittel- und Osteuropa eine Neu-Rezeption dieser epochemachenden Arbeit des Linkshegelianismus in der Marxschen Tradition ebenso notwendig wie die Fragen, die sich wegen einer Veränderung der westlichen nach-bürgerlichen Gesellschaft als Aufhebung der sie beherrschenden Begriffe praktisch stellen. Diese Arbeit des Autors ist die erste umfassende Interpretation von »Geschichte und Klassenbewusstsein«.

  • Praxiskritik. J. Habermas’ »Erkenntnis und Interesse«. 145 S., DIN A5, Pb.

    Jürgen Habermas’ theoretische Entwürfe stellen einen gegen den Pessimismus Adornos und Horkheimers kritische Theorie gewendeten schlechten Idealismus dar. Dieser ist durch den amerikanischen Pragmatismus und Vertreter von Rationalitätskonzepten in Deutschland (z.B. Luhmann und Apel) beeinflusst. »Erkenntnis und Interesse« ist eine der früheren Schriften von Habermas, die in der vorliegenden Arbeit einer dreifachen Kritik unterzogen werden. Erstens wird Habermas’ Interpretation von Hegel, Marx und der Kritischen Theorie kritisiert; zweitens wird die Realität, die Habermas beschreibt, auf ihren Begriff gebracht; und drittens zeigt der Autor, worauf es in der Praxis von Gesellschaftsveränderung heute ankommt. Der Begriff der Praxiskritik ergänzt die traditionelle Ideologie- und Erkenntniskritik und stellt einen für die Sozialwissenschaften möglicherweise fruchtbaren neuen Ansatz dar.

  • Gegendenken. Praxis als Begriff des ästhetischen Scheins. 136 S., DIN A5, Pb.

    Arbeit ist Praxis, aber Praxis nicht Arbeit, es sei denn die Arbeit der Denkens, Sprechens und Handelns. Da inzwischen die »konkrete Arbeit« sich abstraktifiziert hat, ist»die gesellschaftliche Praxis« nicht mehr das wesentliche Medium gesellschaftlicher Veränderungen. Sie ist zum »ästhetischen Schein« herabgesunken. Dagegen steht heute die individuelle Praxis, die sich an der von Marx geforderten Aufhebung von (entfremdeter) Arbeit, (wertlosen) Geld und (bürgerlicher) Moral orientiert und innerhalb der alten Gesellschaft eine neue schafft, die nicht mehr vom Kapital, dem Staat und den herrschenden Produktivkräften bestimmt ist.

  • Die dem Menschen entfremdete Gesellschaft. Zu Hans-Jürgen Krahls Kritik der Marxschen Theorie. 128 S., DIN A5, Pb.

    Nach Krahl ist Marx’ Kritik der politischen Ökonomie als einer Theorie der Gesellschaft zum Historischen Materialismus als einer Theorie der Klassenkämpfe, d.h. der Revolution, unvermittelt. Marx könne nicht sagen, wie es zur Bildung von Klassenbewusstsein und damit zu einer proletarischen Revolution kommen könne.
    Außerdem gehe nach Krahl aus der Marxschen Theorie nicht hervor, wie denn die Gesellschaft richtig zu durchschauen und zu analysieren ist, wenn der Einzelne (wie Marx selbst) am falschen Bewusstsein teilhat. Wenn das richtig ist, wäre es nach Krahl mit der Marxschen Theorie Essig.

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